Webanwendung / Webapplikation

Bei einer Webanwendung handelt es sich um eine spezielle Art von Software die mit dem Begriff „Online-Anwendung“ beschrieben werden kann. Ein klassisches Beispiel für eine Webapplikation stellt ein Homepage-Baukasten-System dar, unter dessen Verwendung mittels des Browsers eine eigene Website per Drag and Drop auf verhältnismäßig einfache Art und Weise erstellt werden kann.

Herkömmliche Software wird lokal auf dem Desktop bzw. Endgerät installiert und ausgeführt. Eine Webapplikation hingegen beschreibt eine verteilte Anwendung, bei welcher das Hauptprogramm (die Programmlogik) auf einem Server (Webserver) ausgeführt wird und der Benutzer die Ergebnisse der Webanwendung lediglich auf seinem lokalen Rechner (Client) angezeigt bekommt. Der beschriebene Ansatz basiert auf der sogenannten Client-Server-Architektur.

Glossar - Definition Webanwendung Webapplikation

Kommunikation und Technik

Webanwendungen werden heutzutage vorwiegend mittels Browser auf Seite des Benutzers verwendet. Der Vorteil dieses Konzeptes liegt in der Tatsache, dass kein spezielles Betriebssystem oder Programm dafür notwendig sind, die Anwendung auf Client-Seite zu benutzen. Während klassiche Anwendungen für ein spezielles Betriebssystem entwickelt werden müssen, ist es aus Nutzersicht ausreichend, einen Browser auf seinem PC bzw. Endgerät zu betreiben, der in der Lage ist mit dem Server über eine geeignete Technologie (Protokoll) zu kommunizieren.

Für die Kommunikation zwischen Client und Server wird in der Regel das HTTP-Protokoll verwendet. Sollten Sicherheits-relevante Daten ausgetauscht werden, so gehört der Einsatz des HTTPS-Protokolls zum Standard. Ein klassischer Anwendungsfall für einen Datenaustausch mittels des HTTPS-Protokolls ist die Verarbeitung von sensiblen Nutzerdaten bei Käufen über einen Online-Shop. Auch meine Website nutzt einen sicheren Datenaustausch.

Zuständig für die Kommunikation auf Seite des Clients ist der Browser, welcher einzelne Anfragen (HTTP-Requests) an den Server sendet und im Gegenzug dessen Antworten (HTTP-Responses) verarbeitet. Im Regelfall fällt dem Browser als Hauptaufgabe die Anzeige relevanter Daten der Webapplikation zu. Logik der Software findet jedoch zunehmend auch auf Seite des Nutzers Verwendung. Hierzu werden zusätzliche Technologien wie z.B. Javascript eingesetzt. Webanwendungen wie Facebook oder Xing nutzen u.a. Programmlogik zur Validierung von Eingabefeldern. Sollte z.B. bei Eingabe einer E-Mail-Adresse im zugehörigen Eingabefeld das Zeichen @ nicht vorkommen, so wird anhand der lokalen Logik ein Fehler erzeugt und anschließend zur Anzeige gebracht.